Ethereum Constantinople Hard Fork abgesagt!

In quasi letzter Minute wurde der mit großer Spannung erwartete Ethereum Constantinople Hard Fork wegen technischer Mängel abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben!

In einer Erklärung erklärten die Ethereum Core Entwickler und die Ethereum Security Community, dass sie beschlossen hätten, die Hard Fork zu verschieben. Als Grund wurde angegeben, dass Sicherheitsforscher eine potenzielle Schwachstelle in einem der Software-Upgrades festgestellt hatten.

Da ein Restrisiko nicht ausgeschlossen werden kann und dessen Analyse mehr Zeit in Anspruch nehmen wird, wurde beschlossen die Hard Fork als Vorsichtsmaßnahme zu verschieben.
Der potenziellen Sicherheitslücke hat ihren Ursprung laut offizieller Aussage im Ethereum Improvement Proposal EIP-1283. Dieser wird günstigere Transaktionskosten (Gas) für SSTORE-Operationen bewirken. Die Forscher glauben, dass falls EIP-1283 aktiviert worden wäre die Möglichkeit bestünden hätte, dass Smart Contracts angreifbar gewesen wären.

Kryptobörsen und Coin Miner müssen auf Notfallsoftware aktualisieren

Betreiber von Full Nodes (deutsch: Knotenpunkten) von Ethereum müssen entweder ein Upgrade auf eine Notfall-Softwareversion durchführen oder ein Downgrade auf ein Pre-Fork-Release durchführen, um eine Trennung vom Ethereum Netzwerk zu vermeiden. Dazu zählen viele bekannte Kryptobörsen wie Binance, Coinbase oder Kraken.

Falls solch ein Full-Node Betreiber diese Maßnahmen nicht durchführt, wird sein Anschluss zum Ethereum-Hauptnetzwerk getrennt, da die Constantinople Hard-Fork Software nicht mit früheren Software-Versionen kompatibel ist.

Die meisten Nutzer von Ethereum müssen jedoch nichts unternehmen. Das Ethereum in ihren Wallets ist sicher. Dazu zählt jeder Nutzer welcher keine Full-Node betreibt. Dies ist wichtig zu beachten, da Betrüger wahrscheinlich versuchen werden die Situation zu nutzen, um Krypto-Anleger mit Scams von ihren Coins zu trennen.